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Odin-Wodan, Gott der Schamanen und Dichter

Gottvater Odin Wodan

Odin (auch genannt Wodan oder Wotan) ist der Vatergott in der Germanischen und Nordischen Mythologie und gehört der Götterfamilie der Asen an. Die Asen waren die Götter der Aristokraten und Krieger. Die zweite Götterfamilie sind die Wanen, Götter der Bauern und Fischer. Durch ein Versöhnungsritual schlossen sie Frieden. Odin ist der Beschützer und Lehrer der Schamanen, Dichter, Sänger, Zauberer und prophetischen Seher sowie unablässiger Wahrheitssucher.

Der Allvater Odin (nordisch Alfödr) entspricht in etwa dem olympischen Zeus bei den Griechen. Odin-Wodan inspiriert die Menschen mit Visionen, Einsichten und Verständnis. Als „von Odin ergriffen“ wird der Zustand voller Ekstase und Begeisterung beschrieben, der oft in „Raserei“ und leichter Verrücktheit gipfelte. Er ist aber auch der Wachsame, der Hängende, der Veränderliche, der Zwiefältige und der Verborgene.

Wie auch die meisten anderen Götter, hatte Odin nicht nur positive Eigenschaften, sondern auch eher fragwürdige. So soll Odin-Wodan nicht besonders warmherzig gewesen sein und stand in dem Ruf, seine Anhänger manchmal im Stich zu lassen. Aus diesem Grund war er bei der bäuerlichen Bevölkerung nicht besonders beliebt, diese fühlten sich eher zu Odins Sohn Thor und zur Fruchtbarkeitsgöttin Freyja hingezogen.

Die drei Erkenntnisse des Odin

Odin-Wodan ließ sich in einem Akt der Selbstopferung neun Tage lang an den Weltenbaum Yggdrasil hängen, um die Kraft der weissagenden Runen zu entdecken. Eine weitere Legende besagt, dass er aus dem Brunnen der Erinnerung trank, um Weisheit zu erlangen. Dabei verlor er als Preis ein Auge. Die dritte Erkenntnis gelang ihm, als er mit einem Versöhnungsritual Frieden zwischen der beiden Götterfamilien der Asen (denen Odin angehörte) und den Wanen herstellen konnte.

Odin-Wodan wanderte auf der Erde umher, beobachtete und beeinflusste Schlachten, befragte als Wahrheitssucher andere Götter, Riesen, Zwerge und Menschen um ihre Kenntnisse. Begleitet wird Odin-Wodan von zwei Raben, die auf seinen Schultern sitzen, daher auch sein Name Rabengott. Die Raben flogen an weit entfernte Orte aus und flüsterten ihm das erlangte Wissen auf seinen Schultern zu. Bekannt ist auch das Bildnis Odins, wo er auf seinem Achtbeinigen Pferd sitzt. Es ist ein magisches Pferd, das sich auf dem Grund des Ozeans bewegen kann, genauso wie auch auf der Erde und in der Luft. Das soll symbolisieren, dass Odin zwischen den verschiedenen Bewusstseinszuständen umher wandeln kann.

Odin-Wodan spricht mit den Toten und den Sterbenden, um seinen unermässlichen Wissensdurst zu stillen, und Erkenntnisse aus der Zwischenwelt, der Welt zwischen Leben und Tod, zu erhalten. Dazu hält er sich oft in der Nähe von Galgenbäumen auf oder an anderen Orten, wo der Tod allgegenwärtig ist. Odins Frau ist Frigg. Die Namensähnlichkeit zur Wanengöttin Freyja könnte vielleicht darauf hinweisen, dass es die eine und selbe Person ist.

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