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Germanische Mythologie im Nationalsozialismus

Wenn man Bilder von den Aufmärschen der Soldaten auf den Parteitagen sieht, die Scheinwerfer in den Nachthimmel ragend, Sieg-Heil-Rufe und im Takt geschwenkte Fahnen, kann man eine Beeinflussung der Nationalssozialisten durch die germanische Mythologie zweifellos nicht von der Hand weisen. Der germanische Vatergott Odin (Wodan) wurde den Legenden zufolge u.a. als Meister der Ekstase und der Begeisterung beschrieben. Diese Ekstase (oder auch in den Mythen genannt „Raserei“) wurde durch bestimmte kräuter- und/oder pilzhaltige Rauschmittel noch verstärkt, übrigens auch bei den germanischen Kriegern. Die Ekstase ging teilweise zur zeitweisen Besessenheit und Verrücktheit.

Dass die Germanische Mythologie nach dem Zweiten Weltkrieg immer wieder mit dem Nationalsozialismus und Hitler in Verbindung gebracht wurde ist aufgrund der Umstände und der nachgewiesenen Verwendung einiger historischen Symbole verständlich. Es ist aber auch an der Zeit, mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem Nationalsozialismus und der Germanischen Mythologie vorhanden sind. Alles, was beides miteinander in Bezug zueinander bringt, ist dem Okkupieren von Symbolen und dem Missbrauch einiger germanischer Gottheiten und Begriffen geschuldet. So wurde proklamiert, die großen, blonden Arier wären die einzige höchstwertige kulturschöpferische Rasse (Herrenrasse) und das Sinnbild des reinrassigen Deutschen. Eine Behauptung, die alleine schon des Begriffs „Ariers“ wegen nur zum Missbrauch und zur Legitimation rassistischer Ideologien und Zwecken diente und völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

Arier werden die Urgermanen (Kurganen) genannt, die im 3. Jahrtausend sich aus Asien kommen in Europa niedergelassen haben und sich dann im Laufe der Zeit mit den Alteuropäern vermischt haben (*1). Von Reinrassigkeit kann also nicht gesprochen werden. Einige fragwürdige Schriften um die Jahrhundertwende stellten die These auf, dass die Ebene Norddeutschlands die Urheimat der Arier sei und daher der blondhaarige und große Mensch (daher angeblich „reinrassig“ wegen des Äußerem ) der „Prototyp“ des Deutschen („Die Indogermanen“ von Hermann Hirt, 1905) (*2). Viele Deutschen verkörperten selbst nicht dieses angebliche Idealbild, alleine daher werfen jene Behauptungen schon mehr Fragen auf, als es Antworten gibt. In den ersten Konzentrationslagern landeten übrigens Deutsche – die eine andere Meinung hatten. Auch wenn sie blond waren.


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Schwarz-okkulter Orden

Einige hochrangige Mitglieder der NSDAP waren Mitglieder im Orden „Thule-Gesellschaft“. Diese finanzierten die Partei bereits im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs und versahen ihre Anhänger offenbar auch mit esoterischem, magischem und schwarz-okkultem Wissen. Man wusste, Macht kann nur erreicht werden, wenn eine große Masse von der neuen Religion überzeugt werden kann. Mitglieder waren u.a. Adolf Hitler, Führer und Reichkanzler; Rudolf Hess, Stellvertreter; Hermann Göring, Reichsmarschall; Heinrich Himmler, Reichsführer der SS (*3).

Die esoterische Grundsubstanz dieser neuen Gesinnung bestand aus verschiedenen Quellen. Eine davon waren die Legenden der Edda (Snorra Edda, Handbuch für Skalden und Lieder-Edda denn es gibt zwei „Eddas“), die wohl bedeutendste Sammlung über Germanische Mythologie, die der isländische Dichter und Gelehrte Snorri im 13. Jahrhundert niederschrieb, in einer Zeit, als Europa schon weitgehend christianisiert war. Die Germanen selbst hinterließen keine direkten Hinterlassenschaften, etwa durch schriftliche Aufzeichnungen oder religiöse (geschlossene) Bauwerke. Die „Heiden“ bevorzugten es, ihren Ritualen und Feiern in Hainen, an Lichtungen oder an markanten Felsen in der freien Natur nachzugehen. In der Edda werden neben vielen Liedern und Prosen die Mythologie der nordischen und germanischen Götter sowie die Magie der Runensymbole beschrieben. Der Donnergott Thor beispielsweise ist wegen seines Mutes der wohl männlichste, man könnte auch sagen, er war der Macho unter den germanischen Göttern. Er war mit seinem Hammer (Thors Hammer) ständig im Kampf mit den Riesen und der Midgardschlange, die für das Böse in der Welt steht und die gesamte Erde umspannt. Das Hakenkreuz, das die Nationalsozialisten sich zu eigen machten, war in der germanischen Mythologie ursprünglich ein Zeichen für den Donnergott Thor, zuvor existierte es in ähnlicher Form bereits im indischen Hinduismus.

Andere Quellen für das esoterische Wissen des magischen Ordens waren Grimms Märchen, Wagneropern, alte ländliche Bräuche, Gralsmythen und Informationen, das eine SS-Expedition unter Karl Haushofer aus Tibet mitgebracht hatten.“ (*3) Wie bekannt, war ein Ziel Hitlers war u.a. eine eigene Religion zu erschaffen, mit ihm als Gott! Mutmaßlich wollte man sich in den verschiedenen Mythologien, Religionen und Schriften bedienen und sich die geeignete Religion zurechtbasteln.

Futhark RunenRunen bei den Nationalsozialisten

Tatsächlich wurden mindestens 13 Runen, von insgesamt 24 Runen nach der Futhak-Runenreihe, von den Nationalsozialisten für ihre Zwecke verwendet. Das bekannteste unter ihnen ist sicherlich das SS-Abzeichen, die Sieg-Rune. Es sollte „Sieg“ bedeuten und eine Aura von Stärke und Kraft vermitteln, welches die eigenen Leute motiviert und den Gegner einschüchtert. Wie aber bei allen energetischen Wirkweisen von magischen oder heilenden Symbolen und Ritualen stellen sich die gewünschten Wirkungen nur dann ein, wenn diese zum Wohle der Menschen, dem Leben und der Erde eingesetzt werden.

Versöhnungsritual der zwei einst verfeindeten germanischen Götterfamilien als Vorbild für die Menschheit

Im Sinne vom germanischen Gott Odin, dem Gottvater der Asen und von Frejya, der Göttin der Liebe der Wanen, wurde ein Vergebungsritual zelebriert, das den Frieden zwischen den Göttern und sinnbildlich in der Welt verankert. Denn die einst verfeindeten Götterfamilien kamen irgendwann zu der Erkenntnis, dass nur Friede zwischen den Göttern zu Einheit und Weisheit führen kann. Für das Ritual brauten sie zur Versöhnung einen Trank. Diesen liessen sie nicht mehr los und so entstand ein Mensch namens „Kvasir“. Kvasir war so weise, wie sonst kein Mensch und auch kein Gott auf der Welt. Ein wahres Symbol für Versöhnung und Frieden in der Welt. Dass Kvasir und seine Weisheit durch das Versöhnungsritual der Götter kein gutes Ende fand sehen wir derzeit symptomatisch in der Welt. Kvasir wurde von bösen Zwergen getötet. Wenigstens fingen sie sein Blut in Gefäßen auf, vermischten das Blut mit Honig und erschufen so den „Met der Dichter“.

Quellen
(*1) Der Brunnen der Erinnerung, Ralph Metzner, Arum
(*2) http://de.wikipedia.org/wiki/Arier
(*3) Quelle: http://is.muni.cz/th/218001/ff_b/Die_Runen_und_ihr_Missbrauch.pdf / Fries, Jan. Helrunar

Bilder: Fotolia.de



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3 Kommentare zu Germanische Mythologie im Nationalsozialismus

  1. Jonathan Klema // 28. Januar 2018 um 17:03 // Antworten

    Da ich für die Schule eine Vorwissenschaftliche Arbeit über Thor schreibe, geht es in einem Kapitel auch um Thor im Nationalsozialismus. Dafür würde ich gerne von diesem Text zitieren – deshalb wollte ich fragen, ob der Urheber (Alexander Miller) dies erlauben würde. Mit freundlichen Grüßen, Jonathan Klema

  2. Hallo Jonathan,
    Kannst du gerne zitieren

    Viel Erfolg!

    LG
    Alex Miller / Germanen-Magazin.de

  3. Hallo leicht Kritik an eurer Vergangnheitbewältigung.
    Das einzige was die NSLeute mit der germanischen Mythologie verbindet ist. Sie waren und sind Germanen. Die logischer weise auch deren Symbole nutzen durften. Wie die Energieplätze das keltische Sonnenrad (Hakenkreuz oder Suastika) genannt. Blond und blauäugig ist das Wesen der Germanan. (Arier Symbol der Reinheit) Nach der Vermischung gibt es keine Germanen mehr. Also ein reiner Überlebenskampf. Bitte etwas mehr objektivität.

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