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Runen-Code entschlüsselt

Magische Frau der Germanen hält Feuer in ihren Händen

Runen als Kreise des Lebens „Runen tauchen zum ersten Mal in den Händen der Göttin Idun auf, Hüterin der magischen Äpfel, welche die Unsterblichkeit der Gottheiten sicherten. Sie gab die Runen ihrem Gemahl Bragi, indem sie sie in seine Zunge ritzte…“ (Walker, B.: Das geheime Wissen der Frauen, 2003).

Dieser weithin unbekannte Mythos hat einige Gemeinsamkeiten mit der folgenden, viel bekannteren Überlieferung. Danach hing Odin 9 Nächte lang verletzt am Galgenbaum Yggdrasil, um die Weisheit der Runen zu empfangen. Eine „noinden“ war die heilige Zeit nach der Niederkunft einer Frau, in der sie und das Baby als geweiht und gesegnet galten. Die 9 ist das Produkt aus 3×3, also die heilige Zahl der ursprünglichen Dreifaltigkeit mit sich selbst multipliziert. Dreifaltigkeit der Frau als ungebundenes Mädchen, Mutter und alte weise Frau, das ewige Werden und Vergehen. In beiden Mythen müssen die Männer einen hohen Preis zahlen, um an weibliche Weisheiten zu gelangen. Das ist der Moment, in dem die Männer sich religiös emanzipieren – jedoch mussten sie ein Blutopfer leisten. Frauen brauchten dies nicht – sie bluteten ohnehin, und zwar das heilige, fruchtbare Blut.

Guido von List und mit ihm viele Runenforscher beziehen sich immer wieder auf Odin und seine empfangenen Runen-Weisheiten, die relativ spät (erst im Mittelalter) in der Edda aufgeschrieben wurden. Die Sache hat mehrere kleine „Schönheitsfehler“: Odin empfing demnach nur 18 Runen, sein Lied hat 18 Strophen. Aber das älteste uns überlieferte Runenalphabet, nach seinen Anfangsbuchstaben „Futhark“ genannt, beinhaltet 24 Runen. Der zweite Schönheitsfehler besteht darin, die Sachlage verkannt zu haben, dass die Männer die Runen aus Frauenhänden empfingen – haben die Mythen einen wahren Kern, befinden wir uns also mitten im Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat, weibliche Sichtweisen sind also wichtig und dürfen nicht vernachlässigt werden.

Das Zurechtstutzen der Anzahl von Runenzeichen führte auch dazu, dass deren Gesamtzusammenhang nicht gesehen werden konnte. Denn wie wir alle wissen, ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. Runen sind also nicht nur irgendwelche einzelnen Orakelzeichen und Buchstaben. Nein, die 24 Symbole ergeben ein wundervolles Mosaikbild, das die ewigen Weisheiten von Mutter Natur speichert und aufbewahrt für kommende Generationen. Nun wurden sie wiederentdeckt. Mögen wir uns ihrer würdig erweisen.


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Die 24 Runen wurden traditionell nach auf Island gefundenen Futhark-Darstellungen in 3 Achtel geteilt, sog. „Aette“. Die 24 ist aber durch viele Zahlen teilbar, und wie bei einem Kaleidoskop ergeben sich so jedesmal neue Muster. Die erste und entscheidende Teilung ist die durch 2. Es entstehen 2 Kreise von je 12 Runen – die Kreise des Lebens, die in einem Unendlichkeitszeichen miteinander verwoben sind.

Runen als Jahreskreis

Runen als Jahreskreis der Natur

Der erste Kreis stellt den Jahreskreis der Natur dar – mit den Monaten bzw. mit all seinen lunisolaren Höhepunkten wie den Sonnenwenden, Erntefesten u.s.w.

KenazWenn wir uns z.B. die 6. Rune, Kenaz (Kaunaz) ansehen, erkennen wir ein „halbes Quadrat“, das den Lautwert „k“ hat und in etwa „Feuer“ bedeutet.

Jera Wenden wir den Blick hingegen auf die 12. Rune, sehen wir „Jera“, dasselbe Zeichen zusammen mit seinem spiegelbildlichen Gegenstück. Es hat den Lautwert „j“ und bedeutet soviel wie „Jahr“ bzw. „ablaufende Zeit“. Wir haben es also mit dem 6. Und dem 12. Monat zu tun, der Sonnenwende und dem Jahresende.

ThurisazAnsuz Dazwischen liegen beispielsweise Thurisaz (Thorn) und Ansuz (Oz), die zusammenge-fasst „Os-tern“ ergeben, natürlich genau an den Stellen 3 und 4 im Futhark, also zwischen dem 3. und 4. Monat zur Frühlings-Tagundnachtgleiche. Wie kann man diese Geheimnisse erkennen?

X WunjoWenn man eingeweiht ist, sieht man dann von selbst, dass die fülleversprechenden Runen Gebo und Wunjo im Sommer, in der Erntezeit, liegen,

Hagalazwährend die Sommerhitze alsbald mit Hagel, der Rune Hagalaz, beendet wird.

Set of Elder Futhark (Old Norse/Scandinavian runes) in trend flat style . 24 germanic letters. Vector illustration.Es folgen Naudiz (Not) und Isa (Eis). Zum Schluss des Jahres wie gesagt Jera. Damit könnte alles von vorn losgehen, tut es aber nicht. Es eröffnet sich vielmehr ein zweiter Kreis des Lebens, auf einer ganz anderen Ebene. Den werde ich hier natürlich nicht vorstellen, denn ein wenig Neugier auf die vielen weiteren Geheimnisse der Runen und ihren Mustern in dem wundervollen Kaleidoskop kann nicht schaden.

Die 6 Ursilben der Menschheit

Ich habe die ursprüngliche Bedeutung der Runen mithilfe der Sprachgeschichte erschlossen. Es gibt einen umstrittenen Zweig dieser Wissenschaft, die Paläolinguistik, deren bekanntester Vertreter Richard Fester war. Er fand durch Tausende von sprachlichen Vergleichen aus Sprachen aller Kontinente heraus, dass es 6 Ursilben der Menschheit gibt, aus denen alle Sprachen der Erde aufgebaut sind. Diese verrückt klingende Theorie konnte auch ich anfangs kaum glauben. Nachdem ich Festers Bücher jedoch verschlungen hatte, konnte ich hingegen kaum glauben, dass noch niemand vor ihm das so Offensichtliche gesehen hatte! Er fand nicht nur die Ursilben, die Grundbausteine jeder menschlichen Sprache heraus, sondern auch noch die Gesetzmäßigkeiten ihrer Veränderung und die Reihenfolge ihrer Entstehung!

Ein Beispiel: Die zweite Ursilbe der Menschheit heißt „kal“ – mit der ursprünglichen Bedeu-tung von „hohl“. Vokale können ausgetauscht werden, das machen wir sowieso ständig, wenn es die Grammatik oder der Dialekt verlangen. Es gilt also z.B. auch „kul“ – wie etwa bei der „Kuhle“. Konsonanten hingegen können nur durch solche der gleichen Anlautstelle im Mund ersetzt werden. Das „K“ sprechen wir im Rachen, also können wir es auch nur durch solche ähnlichen Laute ersetzen, wie etwa die Schweizer, wenn sie „Dankche“ sagen, oder eben auch durch das im Rachen gehauchte „H“. „Kal“ ist also gleich „hohl“, wie z.B. die „Höhle“. Die Eigenschaft des Hohlen als Körpermerkmal gilt in der Wahrnehmung der Steinzeitmenschen besonders für einen Menschenschlag mit grundlegender Bedeutung in der frühen Gens: die Frau. Überall auf der Welt gibt es Wörter für „Frau“, die von „kal“ abgeleitet sind. Frau Holle ist nur eine. Vergessen wir nicht, dass auch das „L“ verändert werden kann durch Konsonan-ten derselben „Artikulationsstelle“ im Mund. Probieren Sie es einmal: Aus „L“ wird sehr schnell „N“. Frauen sind also die griechische „Gyn“ ebenso wie die englische „Queen“, die Göttin Kali gleichermaßen wie die russische „Shenna“. Und nun kommt es:

Nicht mehr nur alles Hohle, wie z.B. die hohl gehaltene „Hand“, die „Kanne“ oder der „Kahn“, werden mit Ableitungen von „Kal“ bezeichnet. Nein, auch alles Mögliche, was mit Frauen zu tun hat: das „Kind“ z.B., das „child“. Oder eben das von Frauen gehütete Feuer, womit wir wieder bei „Kenaz“ wären. Unser Wort „Kien (span)“ stammt aus diesem Zusammenhang, die Farbe „gelb“ hat daher ihren Namen – alles Ableitungen mit der Bedeutung „Feuer“ bzw. „Licht“, so wie in nahezu allen Sprachen der Welt.

Dies ist ja nur ein winziger Ausschnitt der höchst spannenden umfassenden Theorie von Fester. Wenn man sich nur lange genug mit ihr beschäftigt, springt einem die Bedeutung eines Wortes wie „ken-az“ direkt ins Auge. Es geht in der Sommersonnenwende eben um Licht und Feuer. Zusammen mit den Schriftzeichen ergeben sich dann Zusammenhänge, die erahnen lassen, wie umfangreich das ewige Wissen war, das auf diese Weise weitergegeben wurde und das sicher bei den Schicksalsdeutungen und Orakeln als Energie immer mit abgerufen wurde bzw. mitschwang – vermutlich auch in übertragener Bedeutung, ähnlich wie heute.

Feuer zur Sommersonnenwende

In meinem Buch über die „Runen als Kreise des Lebens“ (in Arbeit, Anm. der Red.), lüfte ich diese alten Geheimnisse, soweit ich sie mit Hilfe der Paläolinguistik entschlüsseln konnte, und stelle sie leicht nachvollziehbar vor. Aber mal ehrlich: Selbst wenn die Paläolinguistik mitunter schief angesehen wird von einigen Wissenschaftlern, weil sie sich eben v.a. auf sprachliche Vergleiche stützt und kaum harte schriftliche Fakten vor¬weisen kann (dazu forscht sie in viel zu weit zurückliegenden Zeitepochen) – wenn es trotzdem mit Hilfe von Festers Theorie möglich ist, sich das Jahrtausende alte ewige Wissen der mittel- und nordeuropäischen Frauen und Männer zu erschließen, dann kann sein Lebenswerk ja so spinnert nicht sein, gell?

Runen gab es bereits vor den Asen

Apropos Frauen und Männer. Ich habe männliche und weibliche Energien gleich verteilt gefunden, wie bei Thor und Ostara, so auch bei Tyr und Berkana. Ich habe keinen Obergott entdecken können, Odin und die gesamte göttliche Einwanderung aus Asien in Gestalt der Asen kommen nicht vor im ältesten bekannten Futhark. Dies sagt natürlich über die mögliche Entstehungszeit dieses Runenalphabets etwas aus: Es muss vor den Asen entstanden sein, vor den Überfällen der östlichen Hirtenvölker auf die matrilinear lebende Bevölkerung hier in Mitteleuropa, vor dem Patriarchat. Aber es sagt auch, dass es eine Ausgewogenheit von männlichen und weiblichen Energien gibt – das wichtige Schärflein, das die Männer mit der Zeugung zur Erhaltung der GENs beitragen, ist bereits bekannt, die Aufgaben der Männer in der Gesellschaft werden gewertschätzt, genau wie die der Frauen. Allerdings muss, wenden wir die Sprachgeschichte konsequent an, in einige germanische (oder vorgermanische?) Götternamen Klarheit gebracht werden, was sicher für die eine oder andere Überraschung sorgen wird.

Manchmal frage ich mich, warum ich gerade in der heutigen Zeit mit ihrem völlig irren Raubbau an der Natur und mit ihren immer häufiger thematisierten Verletzungen im Verhältnis der Geschlechter zueinander diese „Einfälle“ hatte. Es ist fast so, als wollten uns die Runen an etwas erinnern.

Sehr vereinfachte Darstellung des Jahreskreises mit der verkürzten Bedeutung der Runen (siehe auch Abbildung Jahreskreis oben):

Fehu: Feuer (Wintersonnenwende)
Uruz: Urgrund, Wurzel (Fasenacht)
Thurisaz: Thor (männlicher Teil der heiligen Hochzeit)
Anzus: Ostara (weiblicher Teil der heiligen Hochzeit, dazwischen Tagundnachtgleiche)
Raidho: Rhythmus, Reiten, Recht/ Gesetz (heilige Hochzeit, Maifeiertag)
Kenaz: Feuer, Fackel, Licht (Sommersonnenwende)
Gebo: Gaben (erste reife Früchte, Schnittstelle nach der Sonnenwende im Jahr)
Wunjo: Wonne (Lammas, Erntefest)
Hagalaz: Hagel (Sommerende, unmittelbar vor der Tagundnachtgleiche)
Naudiz: Not, Beginn des Herbstes (absteigender Ast des Jahres, Niedergang)
Isa: Eis(zapfen), Erstarrung (Winterbeginn mit Allerheiligen)
Jera: verrinnende Zeit, Jahr

Gastautorin: © Dr. Anke Hasper-Westphal

Dr. Anke Hasper-Westphal studierte Germanistik, Musik sowie einige soziale Fächer und promovierte zu einem Gender-Thema. Als Systemische Therapeutin legt sie ihren Fokus vor allem auf Strukturen, die sich aus einzelnen Elementen ergeben, denn das Ganze ist bekanntlich mehr als die Summe seiner Teile. Diese Form der Betrachtung diente auch als Grundlage für ihre Arbeit mit dem Runenfuthark.

Bilder: Magische Frau“ (Beitragsbild), „Feuer“ (Bild Unten) und „Runes/Runenübersicht“ (Bild Mitte): Fotolia.de
Illustration der verschiedenen Runen im Sinne der Jahreskreise von Anke Hasper-Westphal


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